Tennisball auf Ascheplatz

Es ist eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft unseres Vereins: Bei der Jahreshauptversammlung am Samstag, 10. Oktober 2026, sprach sich die deutliche Mehrheit der anwesenden Mitglieder für den Bau von zwei Padelplätzen aus. Die neue Anlage soll auf der Wiese hinter unserer Tennishalle entstehen.

Erster Vorstand Robert Hackl stellte das Projekt ausführlich vor und erläuterte sowohl die sportlichen als auch die wirtschaftlichen Überlegungen. Nach der anschließenden Diskussion stimmten die über 50 anwesenden Mitglieder mehrheitlich für die Umsetzung des Vorhabens. Nun kann die Vorstandschaft mit den Detailplanungen für den Platz beginnen und den Bauantrag für die Gemeinde vorbereiten. 

Visualisierung mit KI: So könnten die beiden geplanten Padelplätze vor unserer Tennishalle aussehen.

Ergänzung zum bestehenden Tennisangebot

Padel hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Die Sportart ist vergleichsweise leicht zu erlernen und ermöglicht bereits Einsteigern schnell längere Ballwechsel. Gespielt wird üblicherweise zu viert auf einem von Glas- und Gitterwänden umgebenen Feld.

Für den DJK-TC Büchlberg soll Padel keine Konkurrenz zum Tennis darstellen, sondern das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen. Die neue Sportart spricht unterschiedliche Altersgruppen an und bietet uns die Möglichkeit, weitere Zielgruppen zu erreichen. Gleichzeitig profitieren unsere bestehenden Mitglieder von einem zusätzlichen attraktiven Sportangebot.

Der Verein reagiert damit nicht zuletzt auf zahlreiche Nachfragen aus den eigenen Reihen. Darüber hinaus besteht die Chance, neue Mitglieder zu gewinnen und Menschen anzusprechen, die bisher noch keinen Zugang zum Tennissport gefunden haben.

Warum Padel und kein weiterer Tennisplatz?

Im Vorfeld wurden von der Vorstandschaft auch andere Nutzungsmöglichkeiten für die Fläche hinter der Tennishalle geprüft. Ein vierter Hallenplatz wäre angesichts der derzeitigen Bau- und Finanzierungskosten wirtschaftlich nicht vertretbar. Die Kosten dafür würden nach aktueller Einschätzung bei rund 600.000 Euro liegen. Selbst unter Einbeziehung möglicher Zuschüsse müsste der Verein eine sehr hohe Summe selbst finanzieren.

Auch ein siebter Tennis-Freiplatz wurde diskutiert. Dessen Ausrichtung wäre auf der vorhandenen Fläche jedoch nicht optimal. Zudem bietet der Bau von Padelplätzen aus Sicht der Vereinsführung größere Möglichkeiten, neue Einnahmen zu erzielen und zusätzliche Mitglieder zu gewinnen.

Den Anstoß, sich intensiver mit Padel zu beschäftigen, gaben unter anderem externe Investoren, die Interesse daran gezeigt hatten, die Wiese zu pachten und dort selbst Plätze zu errichten. Nach der Prüfung verschiedener Möglichkeiten kam die Vorstandschaft zu dem Ergebnis, dass der Verein diese Chance besser selbst nutzen sollte.

Für den Bau der beiden Padelplätze wird derzeit mit Gesamtkosten von rund 200.000 Euro gerechnet. Der Verein will einen Zuschuss beim Bayerischen Landes-Sportverband beantragen. Außerdem soll geprüft werden, in welcher Form die Gemeinde das Vorhaben unterstützen kann. Eine zuerst angedachte Förderung durch das LEADER-Programm hat sich leider zerschlagen, da die Mittel ausgeschöpft sind. 

Bild: Auf der großen freien Wiese hinter der Tennishalle sollen die Padelplätze entstehen. 

Mitgliedschaft, Platzgebühren und Schlägerverleih

Die Padelanlage soll organisatorisch unter dem Dach des Hauptvereins betrieben werden. Voraussichtlich wird dafür eine eigene Unterabteilung eingerichtet, die eine Mitgliedschaft zu einem günstigen Beitrag anbieten soll. Die genaue Ausgestaltung muss allerdings noch festgelegt werden.

Wie bei der Nutzung unserer Tennishalle werden auch für die Padelplätze Buchungsgebühren anfallen. Mitglieder des Hauptvereins sowie Mitglieder der geplanten Padel-Unterabteilung sollen vergünstigte Konditionen erhalten. Auch ein Verleih von Padelschlägern ist vorgesehen. Damit können Interessierte die neue Sportart ausprobieren, ohne sich sofort eine eigene Ausrüstung anschaffen zu müssen. Wie der Verleih konkret organisiert wird und welche Gebühren dafür anfallen, steht derzeit noch nicht fest.

Spielen soll man künftig vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Die beiden Padelplätze werden zwar als Außenplätze nicht überdacht. Der geplante Aufbau sorgt jedoch dafür, dass das Wasser nach einem Regenschauer schnell ablaufen kann und die Plätze in der Regel rasch wieder bespielbar sind.

Bild: Die zwei Padelplätze sollen mit einem Mix aus Gitter und Glas. eingezäunt werden. (Musterbeispiel: Padel Creations)

Investition in die Zukunft unseres Vereins

Die Padelplätze sollen nicht nur das sportliche Angebot erweitern. Langfristig können sie unserem Verein auch eine zusätzliche Einnahmequelle eröffnen. Das ist besonders mit Blick auf anstehende Investitionen wichtig: In den kommenden Jahren stehen unter anderem die Sanierung der Tennis-Freiplätze 1 bis 4 sowie voraussichtlich größere Arbeiten an der Tennishalle und ihrer technischen Ausstattung an.

Mit der Entscheidung für die beiden Padelplätze verfolgen wir deshalb drei Ziele: Wir wollen ein attraktives neues Sportangebot schaffen, zusätzliche Mitglieder gewinnen und die wirtschaftliche Grundlage unseres Vereins für kommende Aufgaben stärken.

Zwar war der Großteil der Anwesenden dem Projekt positiv gestimmt, einige wenige Mitglieder äußerten in der Diskussion aber auch Bedenken. So wurde unter anderem gefragt, warum angesichts der vollen Hallenbelegung nicht doch ein vierter Hallenplatz in Betracht gezogen werde und ob sich der Verein nicht auf Tennis als einzige Sportart konzentrieren sollte. Auch gab es vereinzelte Zweifel daran, ob sich Padel dauerhaft etablieren kann oder möglicherweise nur eine kurzfristige Modeerscheinung ist. Robert Hackl ging im Rahmen seiner Vorstellung ausführlich auf diese Fragen ein.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Abstimmung bei der Mitgliederversammlung hat dem Projekt grundsätzlich grünes Licht gegeben. Damit ist die Anlage jedoch noch nicht abschließend geplant oder genehmigt. Die wichtigen Detailplanungen beginnen erst jetzt. Derzeit wird der Bauantrag ausgearbeitet, der dann bei der Gemeinde eingereicht wird. Parallel dazu müssen weitere Fragen zur Finanzierung, zur Förderung und zur konkreten Ausführung geklärt werden.

Nach dem derzeitigen, noch sehr groben Zeitplan ist die Eröffnung der beiden Padelplätze für das späte Frühjahr 2027 vorgesehen. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, hängt vor allem davon ab, wie schnell die notwendige Genehmigung erteilt wird, wann der Verein den beantragten BLSV-Zuschuss erhält und welche Kapazitäten die ausführenden Firmen haben.

Wir halten euch auf dem Laufenden!